Coronavirus: Was darf man in Italien und was nicht

Was man zu Zeiten des Coronavirus in Italien darf und was nicht, wird in den Dekreten des Innenministeriums definiert. Jedes neu erlassene Dekret ergänzt oder aktualisiert die vorhergehenden Dekrete.

Der Inhalt der erlassenen Dekrete kann unter diesem Link zur offiziellen FAQ-Seite der Regierung für die Bürger mit allen bisherigen Dekreten verlinkt auf der rechten Seite eingesehen werden.

Im Folgenden eine aktuelle Zusammenfassung darüber, was man als Bürger in Italien zurzeit beachten muss.

Was darf man noch in Italien?

  • Lebensmittel in der Nähe des eigenen Wohnorts einkaufen;
  • In die Apotheke in der Nähe des eigenen Wohnorts gehen;
  • Zu notwendigen ärztlichen Untersuchungen gehen;
  • Mit dem Hund kurz Gassi gehen;
  • Zum nächstgelegenen Zeitungskiosk gehen;
  • Zur Arbeit gehen, wenn diese zu den für die Allgemeinheit unentbehrlichen Aktivitäten zählt (z.B. Krankenpfleger, Ärzte, Angestellte des ÖPNV, Polizisten, Lebensmittelherstellung, Lieferanten, Postboten, Lebensmittelverkäufer, Zeitungsverkäufer…);
  • In die nächstgelegene Kirche gehen;
  • Alleine und in der Nähe der eigenen Wohnung Joggen gehen;
  • Müll rausbringen;
  • Getrennt lebende Eltern dürfen ihre Kinder beim anderen Elternteil besuchen, auch wenn sie außerhalb des eigenen Viertels leben.

Was darf man nicht?

  • Sich auf weniger als 1 Meter anderen Personen nähern;
  • Ohne einen wichtigen Grund das Haus verlassen;
  • Priester/Pfarrer dürfen keine kirchlichen Messen abhalten (Vermeidung von Versammlungen);
  • In öffentliche Parks und Gärten gehen;
  • In die Zweitwohnung/zum zweiten Wohnsitz reisen;
  • In die Schule/an die Universität/in den Kindergarten gehen (alles geschlossen, Unterricht findet online statt).

Die nötige Selbstzertifizierung

Die korrekte Beachtung des Dekrets seitens aller Personen soll mit einer Selbstzertifizierung erzwungen werden. Wenn man also das Haus aus einem der o.g. wichtigen Gründe verlassen muss, muss man ein solches Dokument mit sich tragen.

Hier kannst Du das neueste Formular zur Selbstzertifizierung herunterladen, falls Du gerne wissen möchtest, was darin steht.

Die Selbstzertifizierung gibt es sowohl als PDF als auch mittels eigens eingerichteter App. Beide Varianten stellen vor allem ältere Menschen vor Probleme, da sie meist keinen Drucker besitzen. Auch wissen sie oft nicht, wie man eine App installiert – sofern sie überhaupt ein Smartphone besitzen.

Was passiert wenn man ohne Zertifizierung und/oder ohne guten Grund draußen erwischt wird?

Bis zum 26.3. gab es ein Bußgeld von 200 Euro und eine strafrechtliche Anzeige. Das heißt, man konnte sich nebst Bußgeld auch einen Eintrag im polizeilichen Führungszeugnis einhandeln.

Das schien die Freiheitsliebenden jedoch nicht genug abzuschrecken.

Seit dem 27.3. gibt es stattdessen eine Verwaltungsstrafe zwischen 400 und 3.000 Euro.

Welche Aktivitäten in Italien sind noch geöffnet?

Sehr wenige Aktivitäten dürfen noch öffnen:

  • Post;
  • Banken (auf Terminanfrage);
  • Zeitungskioske;
  • Bäckereien;
  • Supermärkte;
  • Apotheken;
  • Restaurants, Pizzerien usw., wenn sie nach Hause liefern und den eigenen Mitarbeitern den Mindestabstand zwischen Personen garantieren können;
  • Versandhandel (z.B. Amazon, welches jedoch Lebensmittelbestellungen Priorität einräumt);
  • Offen bleiben natürlich auch für die Bevölkerung notwendige Dienste, wie Polizei, Carabinieri, Krankenhäuser, Feuerwehr, öffentliche Ämter (nur gegen Termin und wenn möglich online)

Wie lange soll das noch so weitergehen?

Das aktuelle Dekret hat die Maßnahmen bis zum 13. April verlängert. Danach ist geplant, einzelne Verbote nach und nach zu lockern.

Alles hängt natürlich davon ab, wie sich die Zahl der Neuansteckungen entwickelt.

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