Suche 🔎

Made in Italy: ein Dauerbrenner?

Made in Italy – das steht fĂŒr italienischen Lebensstil, den man kaufen kann! So oder so Ă€hnlich wĂŒrde es sicher jeder von uns beschreiben, wenn er spontan gefragt wĂŒrde. Italiens beliebte Produkte kommen aus vielen unterschiedlichen Bereichen: Lebensmittel, Design vom Feinsten, einzigartig eleganter Modestil, Kaffeekult, luxuriöse Yachten und Autos!

Made in Italy ist immer noch sehr beliebt

Aber sind italienische Produkte eigentlich noch gefragt? Wir werfen einen Blick auf die Zahlen, die besten MÀrkte im Wachstum und die HauptabnehmerlÀnder.

Was exportiert Italien eigentlich?

Anders als man glauben wĂŒrde, exportiert Italien nicht nur Pasta, Mode und Autos, sondern zum grĂ¶ĂŸten Teil Spezialmaschinen und -Fahrzeuge fĂŒr die Industrie. Hier eine Übersicht der am meisten exportierten Waren mit Trends und den LĂ€ndern, die die meisten italienischen Produkte kaufen:

Maschinen fĂŒr Industrie, Bau und Ă€hnliche GĂŒter

Um ein paar Beispiele fĂŒr typische Produkte zu nennen: Baumaschinen (z.B. von Venieri), Maschinen fĂŒr die Lebensmittelindustrie und Gastronomie (z.B. Lavazza) und Heizsysteme (z.B. Riello) sind große Exportschlager.

GegenĂŒber 2017 verzeichnet Italien im Industriesektor ein Wachstum zwischen 5-15%, je nach Industriesparte.

Die Top 3 Hauptabnehmer sind Deutschland, Frankreich und die USA.

Mode

Die italienische Mode gibt weltweit immer noch den Ton an, dank Brands wie Armani, Valentino, Gucci, D&G, Versace, Ferragamo, Prada, Fendi & Co. Hier hört es aber noch nicht auf: es kommen noch Brillen-, Uhren-, Taschen- und einige Schuhhersteller hinzu, deren Produkte weltweit weggehen wie warme Semmeln: die aktuellen Daten von 2018 sprechen von einem +5,2% Wachstum dieser Sparte gegenĂŒber dem Vorjahr.

In Sachen Mode sind die Hauptabnehmer ĂŒbrigens eine Überraschung: China, Hongkong und Russland, Tendenz steigend.

Wenn Du mehr ĂŒber den italienischen Export im Bereich Mode wissen willst, gibt es diese Infografik auf promos-milano.it, die sehr genaue Angaben ĂŒber AbnehmerlĂ€nder und beliebte Produkte in den jeweiligen LĂ€ndern macht.

Fortbewegungsmittel

Neben den altbekannten Autos von FIAT, Ferrari und Lamborghini finden wir Roller wie die berĂŒhmte Vespa und MotorrĂ€der wie z.B. Ducati.

Fahrradbegeisterten dĂŒrfte hingegen Bianchi ein Begriff sein, deren FahrrĂ€der auch in Deutschland sehr beliebt sind unter denen, die bereit sind einen gewissen Preis zu zahlen.

Alle zusammen verzeichnen bisher ein Wachstum gegenĂŒber 2017 von 7,3%

Hauptabnehmer fĂŒr italienische Autos & Co. sind die USA, gefolgt von Deutschland und Frankreich.

Möbel und Heimtextilien

Guzzini ist eine der stĂ€rksten italienischen Marken wenn es um Haushaltswaren mit schickem Design geht. Außer Ikea kenne ich kein Einrichtungshaus, das in seiner Deko-, Besteck- und Geschirrabteilung nichts von diesem Hersteller verkauft. Weitere die ich immer wieder in Deutschland sehe, sind: Poltrona Frau fĂŒr gemĂŒtliche Sitzmöbel und UnopiĂč fĂŒr italienische Gartenelemente und -Möbel.

Im ersten Quartal 2018 gegenĂŒber dem Vorjahr hat die italienische Möbelindustrie satte 13% an Exportgewinnen zugelegt und bleibt weltweit fĂŒhrend in diesem Sektor, vor Deutschland auf dem 2. Platz und Vietnam auf dem 3. Platz. Die MarktfĂŒhrerschaft gilt fĂŒr Möbel im hoch- und mittelpreisigen Sektor, nicht fĂŒr die unteren Preisklassen.

Vor allem China und USA sind die LĂ€nder, in denen italienischer Einrichtungsstil immer beliebter wird.

Lebensmittel

Auch wenn es immer schwerer wird die eigenen traditionellen regionalen Produkte vor Imitaten aus anderen LĂ€ndern zu schĂŒtzen, bleiben italienische Lebensmittel nach wie vor beliebt: Die frischesten Daten von Ende 2017 melden ein Wachstum von 7% im Lebensmittelexport mit satten 41 Milliarden Euro gegenĂŒber 2016.

Die besten Abnehmer sind hier wie auch in den meisten anderen Sektoren Deutschland, gefolgt von Frankreich, den USA und UK. China und Japan kommen hingegen auch immer mehr auf den Geschmack.

Mal ehrlich: wer kann schon Gorgonzola, Parmigiano Reggiano, Balsamicoessig & Co. widerstehen?

Das alles sind vielversprechende Zahlen, die bestĂ€tigen, dass Made in Italy heute beliebter denn je ist und immer stĂ€rker auch in asiatischen LĂ€ndern wie China, Japan und Hong Kong Fuß fasst.

Im nĂ€chsten Artikel gibt es ausfĂŒhrliche Infos darĂŒber, wie man im Lebensmittelbereich das wahre Made in Italy erkennt und was die restlichen Industriezweige Italiens ihrerseits an Zertifizierungen anbieten. Wir wollen doch schließlich sicher gehen was wir da eigentlich kaufen.

0/5 (0 Reviews)

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darĂŒber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.