Peperonata – Originalrezept aus Kalabrien

Viele Menschen, die schon in Kalabrien waren, schwärmen nicht nur von seinen weißen Stränden, dem karibischen Wasser und den netten Menschen. Die kalabresische Küche ist ebenso wie Land und Leute etwas ganz Besonderes, vor allem für diejenigen, die es auch etwas schärfer mögen – man denke nur an ein schönes Stück ‚Nduja! Eines der typischen Gerichte dieser Gegend ist die Peperonata. Sie kommt eigentlich aus Sizilien – die original kalabresische Version fügt ihr noch Kartoffeln hinzu. Das macht dieses Gericht wahlweise zur Hauptspeise, zur Beilage oder zum Protagonist auf der Bruschetta – wie es Dir gerade passt.

kalabresische peperonata

Dieses Rezept wird übrigens schon seit Anfang des 18. Jahrhunderts zubereitet und ist seit jeher sowohl in der gehobenen Gesellschaft als auch bei den einfachen Landsleuten beliebt. Die Zutaten der Peperonata sind so einfach wie lecker: Kartoffeln, Paprika und Auberginen, sowie ein bißchen Tomate, eine süße Zwiebel und Basilikum für die Soße. Daher solltest Du vor allem auf die Qualität der Zutaten achten, um eine richtig gute Peperonata zu zaubern.

Die Besonderheit dieses Gerichts liegt darin, dass alle Zutaten einzeln in der Pfanne im selben Öl frittiert werden müssen, um sich schließlich am Ende darin zu vereinen. Dies ist zeitaufwändig, aber lohnt sich allemal und eignet sich prima dafür, ein bißchen mehr davon für die nächsten Tage zuzubereiten. Lasse deinem Gaumen dieses Schmankerl nicht entgehen!


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Zutaten für das original kalabresische Peperonata Rezept

Personen: 4

Zubereitungszeit: ca. 2 Stunden

  • 4 große Auberginen
  • 8 Paprika (am besten die eher gedrungenen, fleischigeren. Rote und gelbe Paprika bevorzugen, sie sind süßer)
  • 1 kg Kartoffeln
  • 500 g Tomaten, alternativ eine Dose geschälte Tomaten (egal was Du wählst, es sollte auf jeden Fall nach guten reifen Tomaten schmecken)
  • bestes Olivenöl
  • ein paar Basilikumblätter
  • 1 süße rote Schalotte (in Italien nimmt man die süßen „cipolle di Tropea„)
  • Salz

Zubereitung der Peperonata Calabrese

Zuerst einmal eine kleine Anmerkung: wie schon erwähnt, werden bei der Peperonata alle Zutaten einzeln in der Pfanne im gleichen Öl angebraten. Das macht man nicht aus Boshaftigkeit des Kochs/der Köchin gegenüber, sondern es soll sichergestellt werden, dass jedes Stück Zutat auch schön von allen Seiten in der Pfanne angebraten wurde.

Der erste Schritt bei nahezu jedem Gericht mit Auberginen besteht darin, ihnen das Wasser zu entziehen.

Dafür also erst einmal Auberginen waschen und in grobe Würfel schneiden. In einem Nudelsieb verteilen und mit grobem Salz bestreuen. Am besten verlieren sie ihr Wasser, wenn Du sie mit einem schweren Teller zudeckst, der Druck von oben ausübt. Die Auberginen mindestens eine halbe Stunde – besser eine Stunde lang – so lassen, damit sie „austropfen“ können. Diese Prozedur lässt sie übrigens nicht nur Wasser, sondern auch ihren grundsätzlich eher sauren Geschmack verlieren.

In der Zwischenzeit kannst Du anfangen, dich um die anderen Zutaten zu kümmern:

Die Kartoffeln (ich koche sie vorher 10 Min mit der Schale, damit sie in der Pfanne weniger Garzeit brauchen) schälen und würfeln.

Kartoffeln für Peperonata Calabrese in der Pfanne

Kartoffeln für Peperonata Calabrese in der Pfanne

Eine Pfanne mit einer großzügigen Portion bestem Olivenöl anheizen und die Kartoffeln so lange darin wenden, bis sie von allen Seiten frittiert und goldbraun sind. Sind sie fertig, hole die Kartoffeln aus dem Öl und lege sie auf Küchenpapier, wo sie abtropfen können.

Während die Kartoffeln in der Pfanne schmoren, kannst Du schon die anderen Zutaten kleinschneiden. In Kalabrien schneidet man die Paprika für die Peperonata übrigens nicht in zu kleine Stücke, sondern hält sie ein wenig länglicher. Auf jeden Fall „grob“ muss es sein.

Ab mit den Paprika in das gleiche Öl der Pfanne. Wenn nicht mehr genug Öl darin ist, einfach noch etwas nachgießen. Nun ebenfalls die Paprikastücke von allen seiten anbraten und wenn sie fertig sind, abschöpfen und ebenfalls auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Das Gleiche solltest Du jetzt mit der Zwiebel machen.

Sind Kartoffeln, Paprika und Zwiebeln angbraten, müssten die Auberginen genug abgetropft sein. Da sie nun sehr gesalzen sind, müssen sie nun kurz unter Wasser abgespült und mit einem Küchentuch getrocknet werden.

Nun geht es ab in das Öl, in dem schon die anderen Zutaten angebraten wurden.

Während die Auberginen braten, die Tomaten kleinschneiden bzw. die Dose geschälter Tomaten bereithalten.

Sind auch die Auberginen von allen Seiten angebraten, kommen die Tomaten für ein paar Minuten an die Reihe. Die Peperonata hat aber auch so schon genug Geschmack und sollte eigentlich eher süßlich sein.

Letztendlich kommen alle Zutaten zusammen in die Pfanne mit den Tomaten. Alles bei angestellter Flamme noch für ein paar Minuten vermischen, damit Du eine gleichmäßig gemischte Peperonata erhältst und überall ein wenig Tomate hinkommt. Schmecke das Ganze ab und würze entsprechend nach, wenn noch etwas Salz fehlt.

kalabresische peperonata in der pfanne

die komplette kalabresische Peperonata in der Pfanne

Nun ist das italienische Paprikagemüse – die Original Peperonata Calabrese – endlich fertig und kann serviert werden. Sie ist übrigens am nächsten Tag noch besser und auch kalt ein Genuss!

Italianisiert.de wünscht Buon Appetito!

 

Du hast noch nicht genug und Lust auf mehr Rezepte ohne Pasta? Probier es doch mal mit Risotto Milanese (Safranrisotto) als Hauptgericht oder Cicoria Ripassata als Beilage!


»Und, wie war deine Peperonata? Teile deine Meinung mit!«


 

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Peperonata Originalrezept Kalabrien
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