Porta Portese – Roms spektakulärer Wochenmarkt

Jeden Sonntag ist zwischen Trastevere und Testaccio die Hölle los. Da heißt es von morgens in der Frühe an für die Standbetreiber: Aufmerksamkeit wecken bei den Besuchern. Die Lautstärke auf dem Markt, auf dem es alles gibt außer frischen Lebensmitteln, ist außergewöhnlich und nichts für Menschen, die gerne ihre Ruhe hätten. Willkommen im Getümmel von Porta Portese!

Zwischen den Verkaufsständen auf Porta Portese in Rom

Wer beim Rombesuch ein wenig Zeit hat, der sollte sich das Spektakel nicht entgehen lassen und sich von den Besuchermassen durch die Gassen schieben lassen, die die Stände mit meist allerhand Klamotten, Antiquitäten, Büchern, Fahrrädern, Haushalts- und Kosmetikartikeln geformt haben. Für kleines und auch großes Geld findet sich viel Zeug, von dem man nie dachte, dass man es braucht, wenn ihr versteht.

 

Das Tor „Porta Portese“: Der Eingang zum Markt

Porta Portese ist eigentlich das Mitte des 17. Jahrhunderts gebaute Tor, welches auf dem nachfolgenden Bild zu sehen ist.

Porta Portese, der Eingang zum gleichnamigen Wochenmarkt in Rom

Es markiert, wenn man es vom Standpunkt des Markts aus betrachtet, den Anfang bzw. das Ende des sonntäglichen Wahnsinns. Seit wann das Tor jeden Sonntagmorgen schon den Markt beobachten kann, ist mir nicht bekannt. Allerdings gibt es einen alten Film von 1948 in schwarzweiß mit dem Titel „ladri di biciclette“ (Fahrraddiebe). Dort wird einem armen Plakatierer gleich an seinem ersten Arbeitstag das Fahhrad gestohlen, ohne das er nicht arbeiten kann. Er macht sich mit seinem kleinen Sohn auf die Suche des Fahrrads. Dabei kommen sie auch am Markt von Porta Portese vorbei, der als Umschlagplatz auch von gestohlener Ware bekannt war. Heutzutage kann man in einer Seitengasse immernoch Fahrräder und Ersatzteile kaufen – und immernoch könnte man daran zweifeln, ob diese rechtmäßig erworben wurden… zu viele umlackierte Zweiräder, wenn ihr mich fragt.

 

Nehmt euch Wasser mit

Teilweise gibt es außer Ständen rundherum gar nichts. Wen der Durst plagt, der könnte Pech haben. Nur in den wirklich heißen Sommermonaten kann man Glück haben und kleine versteckte Oasen finden, wie die auf dem Bild.

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Mittlerweile hat der Markt ein wenig an Reiz verloren, da viele Stände die gleichen Sachen von den gleichen Produzenten kaufen und die Verkäufer auch keine Italiener sind. Das könnte einem „leicht“ auf die Nerven gehen. Es gibt zum Glück aber auch noch „echte“ Stände, die das wahre Porta Portese Flair versprühen.

Stände und Besucher auf Porta Portese in Rom

Mit diesen sonntäglichen Eindrücken wünsche ich euch eine schöne Woche!

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