Rezension: Trattoria Arancio d’Oro

Nach dem heutigen Besuch der Impressionismusausstellung in der Ara Pacis hatten wir endlich wieder einmal die Gelegenheit Essen zu gehen. Auch wenn man sich im Zentrum von Rom befindet sollte man, wenn man wirklich gut und ‚original‘ essen möchte, tunlichst die Lokalitäten meiden, die Touristenmenüs anbieten. Wir entschieden uns also in einer kleinen Straße für die Trattoria Arancio d’Oro in der Via di Monte d’Oro, ganz in der Nähe der Ara Pacis, hinter der sich übrigens auch das Mausoleum von Kaiser Augustus dem ‚Friedenskaiser‘ befindet.

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Eine Trattoria -zur Erklärung- zeichnet sich in der Regel durch ein bißchen weniger Auswahl, traditionelle Küche und niedrigere Preise als im Ristorante aus.

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Service
Für die fünf oder sechs Vierertische war ein Kellner verantwortlich. Wir mussten etwas länger als gewöhnlich warten bis wir die Bestellung machen konnten und auch Getränke und Essen dauerten länger, aber alles im Rahmen. Dass das Essen länger dauert ist unserer Meinung nach auch gar nicht schlimm, im Gegenteil: so kann man davon ausgehen dass auch alles frisch zubereitet wird! Die Wartezeit hat der Kellner übrigens durch seine absolut sympathische Art und seine Autoironie allemal wettgemacht.

Getränke
Hier nahmen wir wie eigentlich immer einen Rotwein des Hauses (vino rosso della casa) 0,5 l à 5 Euro und ein Fläschchen Wasser. Der Wein war absolut in Ordnung, nicht zu süß und nicht zu trocken. Die zwei Espresso nach dem Essen waren auch in Ordnung. Wer hier etwas Besonderes möchte sollte in eine gute Bar gehen, das ist eigentlich überall so.

Essen
Wir bestellten als kleine Vorspeise zwei panzerotti alla romana zum Preis von 2 Euro. Man könnte sie beschreiben als Mini Calzone, mit Schinken und Mozzarella gefüllte und frittierte Teigtäschen. Für den Preis absolut angemessen und lecker.
Danach entschieden wir uns beide für ein primo, also einen ersten Gang – sprich: Pasta. Mein Freund nahm ganz klassisch tonnarelli al cacio e pepe (Tonnarelli mit römischem Ziegenkäse und Pfeffer) und ich tonnarelli al polpo pomodorini e carciofi (Tonnarelli mit Tintenfisch, kleinen Tomaten und Artischocken). Tonnarelli sind praktisch dickere Spaghetti, nur dass sie viereckig und lang statt rund und lang sind.
Mein Freund als Italiener war begeistert von seinen cacio e pepe: der Koch hat die Pasta wie es sich gehört schön al dente und die Soße sensationell cremig hinbekommen. Top!
Ebenso an meiner Pasta hatten weder er noch ich irgendetwas gefunden das nicht passte. Al dente, der Tintenfisch frisch, eine angenehme Schärfe und alles stimmig mit den Tomätchen und den Artischockenstückchen. Ach ja, was man auch erwähnen sollte: die Portionen waren für uns genau richtig groß, und wir essen normalerweise nicht gerade wenig.
Zum Espresso spendierte uns der Kellner einen Teller voll überaus empfehlenswerter Kekse!

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Ambiente
Die Trattoria machte einen sehr einladenden Eindruck. Draußen haben nicht so viele Leute Platz, innen ist es sehr geräumig auf Erdgeschossebene und im Untergeschoss. Was ich immer sehr schätze ist eine ‚häusliche‘ Deko, die ist hier auch gegeben (Anmerkung für meine Freundin A.: die Tischdecken machens eben immer 🙂 ). Ach ja, die Toiletten: modern, sauber, und es gibt Seife, was man leider nicht überall finden kann.. also auch hier ein dickes Plus.

Fazit
Abschließend lässt sich sagen: wir haben gut gegessen und uns sehr wohlgefühlt. Man kann die Trattoria Arancio d’Oro nur empfehlen!

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