Strände auf Ponza: Der ultimative Guide!

Ponza, das ist Sommer, Sonne, Meer. Das ist südländischer Flair, gutes Essen, Ausspannen pur. Wer auf die Insel kommt, der möchte vor allem eines wissen: wo sind die besten Strände auf Ponza, wie komme ich dort hin und was erwartet mich dort? Glückwunsch, Du hast den ultimativen Guide zu Ponzas Stränden gefunden! Dieser Guide beinhaltet alle sehenswerten Strände, die zu Fuß erreichbar sind. Viel Spaß beim Entdecken!

Schild "spiaggia", Schild zum Strand auf Ponza

Die Strände auf Ponza im Überblick


Frontone

Cala Feola

Cala Gaetano

Piscine Naturali

La Caletta

Cala dell’Acqua

Cala Fonte

Wegen Felssturz (zurzeit) nicht betretbare Strände

Chiaia di Luna (Ponza)

Cala Inferno (Ponza)

Lucia Rosa (Ponza)




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Frontone

Frontone kann unzweifelhaft als Strand der tausend Möglichkeiten bezeichnet werden: mit Sicherheit findet dort jeder etwas das ihm gefällt. Die Sonne verschwindet auf Frontone abends etwas schneller als auf der anderen Seite der Insel. Es lohnt sich also, schon etwas früher am Tag hinzufahren.

Blick vom Restaurant Gerardo auf Frontone und Ponza Hafen

Wie komme ich zum Strand von Frontone?

Der Strand ist sowohl zu Fuß, als auch über Shuttleboote erreichbar.

Wenn Du den Fußweg bevorzugst, solltest Du dich in die Zone „tre venti“ auf Ponza begeben, in der Mitte zwischen dem Ort Ponza und Le Forna gelegen. Der ausgeschilderte Abstiegsweg zu Frontone ist leicht zu finden: an seinem Anfang befinden sich sowohl die Notfallklinik als auch die auffällige Statue von Padre Pio.

Vom Fußweg aus zu entdecken ist auch eine Ruine, ähnlich der von Forte Papa. Sie wurde einst ebenfalls zur Abwehr der einfallenden Sarazenen errichtet.

Mit dem Shuttleboot gibt es zwei Anreisemöglichkeiten: eines fährt von Santa Maria, ein anderes vom Hafen in Ponza ab. Die Fahrt ist kurz, in maximal 10 Minuten ist man angekommen. Anlegepunkt ist der Kiesstrand. Wer zum Felsenstrand möchte, muss den kompletten Kiesabschnitt überqueren.

Warum sollte ich Frontone besuchen?

  • Wer seinem Gaumen gerne eine Freude bereitet, ist bei Gerardo, einem super leckeren und rustikalen Restaurant mit unbezahlbarem Ausblick auf Frontone bis hin zum Hafen von Ponza, genau richtig. Gerardo liegt direkt über Frontone und ist über eine Treppe erreichbar. Wer auf dem Fußweg nach Frontone kommt, trifft schon vor der Ankunft am Strand auf das Restaurant und kann sich direkt nach dem Fußmarsch mit etwas zu Essen und Trinken belohnen. Die lokale Küche bietet sich direkt zum Entdecken der ponzesischen Spezialitäten an. Ich empfehle die Linsensuppe und den Wein, der vom Restaurantbesitzer höchstpersönlich angebaut wird.
  • Das kleine, von den Einwohnern Ponzas mit viel Liebe gestaltete Museum ist ebenso einen Besuch wert. Hier findet man allerhand Alltagsgegenstände aus der Geschichte der Insel. Juwel des Museums ist meiner Meinung nach das Fotoalbum mit Fotos aus vergangenen Zeiten.
  • Je nachdem was Du bevorzugst, kannst Du dein Badetuch auf Kiesstrand oder Felsenstrand aufschlagen.
  • Eine Bar ist direkt am Strand, womit man alles Nötige in der Nähe hat. Was gibt es Besseres als ein kühles Bierchen am Meer? 😊
  • Direkt am Kiesstrand von Frontone kann man nachts tanzen gehen: seit diesem Jahr (2017) ist die Stranddiskothek nach 5 Jahren der Schließung zurückgekehrt. Für Nachtschwärmer ein einzigartiges Erlebnis.
  • Der Strand ist auch für Geschichtsinteressierte spannend: hoch oben direkt in den weißen Felsen gehauen findet man alte malazeni. Zwischen dem Kiesabschnitt und dem Felsenstrand befinden sich außerdem auffällige Mauerreste im Wasser. Die alten Römer lassen grüßen! Die Ponzesen sagen, es handele sich um alte Becken für Muränen und für die Salzproduktion.

Cala Feola

Cala Feola ist neben Chiaia di Luna, den man nicht mehr betreten kann, der einzige nennenswerte Sandstrand der Insel. Wenn Du Sand bevorzugst, ist dieser deine erste Wahl. Die Kulisse vom Strand aus, der von links und rechts durch eine Felswand geschützt ist, ist wirklich wunderbar und erinnert schon stark an karibische Verhältnisse. Cala Feola ist unzweifelhaft einer der schönsten Strände der Westküste Ponzas.

Blick auf Cala Feola kurz vor Sonnenuntergang, Ponza

Der Name des Strands spiegelt einen der häufigsten Nachnamen auf Ponza wider. Noch heute findet man viele Familien, die diesen Nachnamen tragen und in dieser Zone seit Generationen wohnen – wie die „Conti“ in der Zone der Conti oder die „Scotti“, die oben auf den Hügeln des Orts Ponza ansässig sind und der Oberstadt ihren Namen verliehen haben.

Zwei kleine Nachteile bringt Cala Feola mit sich: der Strand ist relativ klein und man sollte etwas früher hingehen um sich ein Stück davon zu sichern. Sowieso lohnt es sich früher hinzugehen, da die Sonne abends schneller verschwindet als an anderen Ecken Ponzas. Das ist der Preis, den man für die geschützte Bucht bezahlen muss.

am Strand von Cala Feola, Ponza

Neben dem Strand befindet sich eine der Top-Adressen fürs Abendessen, ein in rustikalem Stil gehaltenes Restaurant der Oberklasse namens La Marina, das nur für den großen Geldbeutel zu empfehlen ist. Hier findet man die exklusivsten und frischesten Fische der Insel. Dazu eine kleine Anekdote:

Vor zwei Jahren – wir waren dort zufällig für ein Bierchen zum Aperitivo (das ist noch bezahlbar 😊), gab es dort eine riesen Aufregung um einen Fisch namens „Pesce Re“, den die Fischer direkt ins Restaurant brachten. Es handelt sich um einen riesigen, wunderschön anzusehenden Tiefseefisch, der den Fischern sehr selten und nur zufällig ins Netz geht. Alle Anwesenden durften ausnahmsweise in die Küche, um diesen Fisch zu bestaunen, der den kompletten Tisch bedeckte.

Übrigens war Cala Feola bis vor ungefähr 40 Jahren das unbestrittene Königreich der Mönchsrobben, die heute leider nahezu überall im Mittelmeer verschwunden sind.

Wie komme ich zu Cala Feola?

Auch dieser Strand befindet sich auf der Seite von Le Forna. Mit dem Auto oder Bus kommt man nur bis an den Anfang des langen Abstiegs, ähnlich lang und ähnlich ausgebaut wie der Abstieg zu Le Piscine. Beide Abstiege sind ausgeschildert und befinden sich in derselben Straße, die von der Hauptstraße in le Forna abgeht und seit 2016 leicht zu finden ist, da an der Abzweigung das neue Fischerdenkmal errichtet wurde.

Warum sollte ich Cala Feola besuchen?

  • Es ist der einzige betretbare Sandstrand auf Ponza
  • Die Kulisse dort ist wunderschön: Cala Feola ist einer der schönsten Strände der Insel
  • Wer den nötigen Geldbeutel dazu hat, sollte sich das Restaurant von Cala Feola nicht entgehen lassen

Cala Gaetano

Cala Gaetano ist einer von Ponzas am schwersten zu Fuß zu erreichenden Strände, fast unschaffbar für Leute, die nicht schwindelfrei sind. Hat man den Abstieg hinter sich, wird man mit zahlreichen Vorteilen und einer wunderbaren Kulisse belohnt.

Cala Gaetano von oben, Ponza

Der Strand besteht aus einigen einzelnen Felsen vor einer strahlend weißen Felswand, an der man hinab- und hinaufsteigt.

Die Felswand auf dieser Seite der Insel ist allerdings auch der Grund dafür, dass man von hier den Sonnenuntergang nicht sehen kann. Wer sich bräunen will, muss also schon früher zu Cala Gaetano, bevor die Sonne hinter dem Felsen verschwindet. Dafür hat man aber tagsüber die 360 Grad Bräunungswirkung der reflektierenden Felswand.

Auch auf der Seite Cala Gaetanos liegt übrigens zum Beispiel der Strand von Frontone. Dieser ist allerdings sehr überlaufen, wenn auf der Westseite der Insel die Wellen tanzen.

Wie komme ich zu Cala Gaetano?

Cala Gaetano liegt an der äußersten Spitze von Le Forna, direkt an der Endhaltestelle der einzigen Buslinie. Der Abstieg ist also recht einfach zu finden und man muss nicht darauf warten, dass der Busfahrer freundlicherweise einmal die Haltestelle ankündigt.

Es erwartet dich allerdings der schon erwähnte recht abenteuerlicher Abstieg, der mir Höhenangstgepeinigter die Panik in die Augen treibt. Es gibt zwar Stufen, die in den Felsen gehauen wurden, der Felsen geht allerdings auch trotz der Stufen sehr steil bergab. Der Aufstieg dagegen stellt kein Problem dar, wenn man nicht hinter und unter sich sieht.

Wer diesen Strand trotz nicht zu überwindender Höhenangst genießen möchte, kann mit dem Boot kommen und dort ankern.

Warum sollte ich Cala Gaetano besuchen?

  • Einmal den Abstieg zum Strand geschafft, ist es dafür ziemlich einfach ins Wasser zu steigen, das jedoch ein klein wenig frischer zu sein scheint als an anderen Stränden.
  • Auch die relative Abgeschiedenheit dieses Strands ist ein Plus für jene, die sogar im August ein bißchen weniger Menschen sehen wollen.
  • Die Unterwasserwelt ist interessanter als an so manch einem anderen Strand, ähnlich wie die von Cala Fonte. Wenn Du gerne schnorchelst, ist dies sicher ein Geheimtipp.
  • Auch ein Plus für Cala Gaetano ist, dass man hier baden kann, wenn auf der anderen Seite der Insel der Wellengang zu stark wird. Wenn also der Wind wieder einmal das Wasser von Cala dell’Acqua, Cala Fonte, Le Piscine und La Caletta zu wild werden lässt, hat man eine valide Alternative.
  • Im Gegensatz zu Stränden wie Cala Fonte, auf der man fast gar nicht bequem auf dem Felsen sitzen kann, reicht hier ein normales Strandtuch, da die Felsen viel glatter und abgerundet sind. Das ist auch gut so: hier ist niemand, der Liegen vermietet.

Piscine Naturali

Die Piscine Naturali sind mit Recht einer der meist besuchtesten und bekanntesten Strände auf Ponza. Leider führt diese Beliebtheit im August dazu, dass hier oft zu viele Menschen baden wollen und man etwas den Spaß an den Piscine verlieren kann.

Rundblick am Strand Le Piscine Naturali, Ponza

Es handelt sich hier um – wie der Name schon verrät – um ein „natürliches Schwimmbad“. Neben dem Bad im Meer kann man hier auch den in den Felsen eingebetteten Teil, eben das natürliche Schwimmbad, genießen. Vor allem für Kinder und Nichtschwimmer ist jene Seite ideal!

Ins Meer kommt man hier auch recht einfach: es gibt mindestens 3 Einstiege, die quasi eine Art natürliche Stufen ins Wasser darstellen. Da der Felsen direkt steil ins Meer abfällt, kann man hier an vielen Stellen auch einfach ins Wasser springen.

Von den Piscine aus gibt es auch die Möglichkeit Boote zu mieten oder an Bootstouren teilzunehmen.

Wem die Menschenmenge zu viel wird, der kann auch über die weithin sichtbare Bar an den Piscine zu einem weniger besuchten Teil des Strandes gelangen, den ich dieses Jahr erst schätzen gelernt habe. Nur das Schnorcheln hat von jenem „Ausweichstrand“ fast keinen Sinn.

Wie komme ich zu den Piscine Naturali?

Die Piscine sind auf zwei Wegen zu Fuß erreichbar. Ein Abstieg (der Direkteste) beginnt von der langen Nebenstraße in Le Forna aus, die man aufgrund der neuen Fischerstatue in der Nähe der Kirche direkt an der Hauptstraße leicht zu finden ist. Der Abstieg selbst ist von der Seitenstraße aus ausgeschildert.

Die zweite Möglichkeit ist der gleiche Weg, den man auch zu La Caletta nimmt und hinter der Kirche hinabführt. Von dort zu den Piscine zu gelangen ist allerdings etwas „labyrintig“ und ein etwas längerer Fußmarsch.

Warum sollte ich die Piscine Naturali besuchen?

  • Sie eignen sich auch für Kinder und Nichtschwimmer
  • Man kann von dort aus an Bootstouren teilnehmen oder Boote mieten
  • Die Unterwasserwelt dort ist für Schnorchler sehr schön und abwechslungsreich
  • Man kommt relativ leicht ins Wasser
  • Man kann Sonnenschirme und Liegen mieten (wenn nicht schon alle belegt sind)
  • Es gibt zwei anliegende Bars, die für den kleinen Hunger und Durst zwischendurch ideal sind
  • Die Aussicht hier ist wunderbar

La Caletta

Die Caletta ist für Sonnenanbeter ideal: die Sonne verschwindet hier hinter keinem Felsen, sondern erst, wenn sie tatsächlich im Meer versinkt.

La Caletta auf Ponza

Von diesem Strand aus blickt man direkt auf die Piscine Naturali, und auf eine alte malazena, die so aussieht als würde sie heute noch von den Fischern benutzt werden. Umrahmt wird der Strand von strahlend weißem Felsen, den ich persönlich sehr schön finde und jedes Jahr ein paar Mal auf Foto festhalte, wie auf dem folgenden Bild.

der weiße Felsen am Strand La Caletta, Ponza

Der Felsen des Strands ist hier an manchen Stellen relativ glatt, weswegen man nicht unbedingt eine Liege mieten muss. Wenn Du doch eine möchtest, kein Problem, hier gibt es eine entsprechende Vermietung.

Für kleine Boote ist es auch möglich an der Caletta kurzzeitig anzulegen.

Der Einstieg ins Wasser ist hier nicht für jeden geeignet: es gibt eine Stelle, an der man an einer Felszunge im Wasser watend sich ins Meer abstoßen kann, aber dieser Felsen ist glitschig und bietet nicht so guten Halt für die Füße wie der an Cala Fonte. Ins Wasser springen ist hier meist die beste Lösung.

Für nicht so gute Schwimmer ist die Caletta weniger geeignet, das Wasser ist relativ schnell sehr tief.

Wie komme ich zur Caletta?

Wie fast alle charakteristischen ponzesischen Strände liegt auch dieser im Örtchen Le Forna. Von dessen Kirchplatz aus führt ein kleines Gässchen, das später in Stufen übergeht, zu La Caletta. Es gibt außerdem einen Verbindungsweg zwischen den Piscine Naturali und der Caletta – wem danach ist, der kann also an einem Tag beide Strände für sich entdecken. Auf dem Boden dieser schmalen Wege finden sich entsprechende Hinweise, zu welchem Strand es wo entlang geht.

Warum sollte ich La Caletta besuchen?

  • Wer sich schnell bräunen will, wird mit der reflektierenden Wirkung der weißen Felswand sehr zufrieden sein
  • Die Sonne kann hier länger ausgenutzt werden als an anderen Stränden
  • Die Unterwasserlandschaft ist teils interessanter als an anderen Stränden
  • Der Ausblick ist nicht von schlechten Eltern
  • Man findet hier eher noch eine freie Liege zum Mieten als z.B. an den Piscine Naturali, die im Sommer meist recht überlaufen sind.
  • Ab- und Aufstieg sind etwas kürzer als zu/von anderen Stränden.

Cala dell’Acqua

Cala dell’Acqua ist heute teils naturbelassen, teils mit Zementblöcken ausgekleidet. Der ausgearbeitete Teil wurde in 1935 erstellt, da man einen sicheren Ab- und Beladehafen für die darüberliegende heute nicht mehr aktive Bentonitmine benötigte.

Mit der Schließung der Mine in 1976 aufgrund berechtigter Bürgerproteste (der Staub, der bei der Bentonitverarbeitung entsteht, ist krebserregend und führte unter den Arbeitern zu unzähligen Lungenkrebsfällen) wurde der Hafen sich selbst und wieder der Natur überlassen.

Der Strand ist nicht unbedingt einer der Schönsten von Ponza, aber charakteristisch durch seine Vergangenheit. In Diskussion ist in der letzten Zeit die Errichtung eines zweiten ponzesischen Hafens in Cala dell‘Acqua, da der einzige Hafen oft überlastet ist und vor allem im Ferienmonat August nicht ausreicht.

Über dem Strand befindet sich die Ruine von Forte Papa, ein päpstlicher Wachturm aus dem 15. Jahrhundert, dessen Bau aufgrund wiederholter Sarazenenangriffe notwendig war. Forte Papa ist eingebettet in eine surreale Landschaft aus strahlend weißen Bentonithügeln, stumme Zeitzeugen der einstigen Minenaktivität.

Wie komme ich zu Cala dell’Acqua?

Der Strand ist sehr einfach von Le Forna aus sogar mit dem Auto zu erreichen, die Zufahrt ist von der Hauptstraße aus ausgeschildert.

Beschilderung zu Cala dell'Acqua auf Ponza

Warum sollte man Cala dell’Acqua besuchen?

  • Von Cala dell’Acqua aus erreicht man schwimmend auch eine der schönsten Grotten Ponzas: die „grotta di Zia Teresa“ (Grotte von Tante Teresa). Wenn man dort hineinschwimmt, erreicht man über einen kurzen dunklen Abschnitt einen Teil in der Grotte, in den Tageslicht durch eine Öffnung des darüberliegenden Felsens scheint.
  • Hier ist einer der Orte, an dem man Boote für Ausflüge mieten oder an Bootstouren teilnehmen kann. Kleiner Tipp: Wer sich für die Bootstour mit Kapitän entscheidet, sollte mal die Tour von Vitaliano probieren, einem sehr sympathischen Zeitgenossen und original Ponzesen, der immer viele Geschichten zu erzählen hat und die Insel wie seine Westentasche kennt.
  • Der Strand ist mit dem Auto erreichbar

Cala Fonte

>>> Achtung: Cala Fonte ist momentan seit November 2017 nach einem großen Felssturz nicht betretbar! Der Bürgermeister versucht, wenigstens das Felseninselchen für die Saison 2019 wieder erreichbar zu machen, zur aktuellen Saison ist dies leider nicht mehr möglich. Treppe, Bar und die kleine Bootsbucht sind leider nicht mehr zu retten. <<<

Hier haben wir es mit meinem absoluten Lieblingsstrand zu tun, ich versuche aber objektiv zu bleiben 😉 Für mich ist Cala Fonte einfach ein kleines Kunstwerk der Natur, an dem man sich nicht sattsehen kann – egal ob man von oben darauf hinunter blickt, sich ausgestreckt auf der Liege die Landschaft vom Strand aus ansieht oder die spektakuläre Unterwasserwelt entdeckt.

Blick auf Cala Fonte, Ponza

Charakteristisch an Cala Fonte ist der natürliche Felsbogen, unter dem man in die kleine Bootslagune hindurchschwimmen und von der Lagune aus wieder ins offene Meer gelangen kann. Manche Quellen behaupten, der Bogen sei von den Fischern gemacht worden, aber er sieht eher sehr natürlich aus. Hauptsache, die Fischer von Le Forna können in der Lagune seit Generationen ihre Boote in Sicherheit bringen.

In Cala Fonte wurden im 19. Jahrhundert auch Hummer gezüchtet. Dies belegen in den Fels gehauene kleine Becken wie jenes auf dem folgenden Foto.

ehemaliges Hummerbecken in Cala Fonte, Ponza

Ein weiterer Charakterzug des Strands ist leider aufgrund Wind, Wetter und Erosion verschwunden: Auf der Felseninsel von Cala Fonte hatten die Fischer einst kleine Lagerräume in den weichen Felsen+ gehauen, die die Ponzesen “malazeni” nennen. In diesen künstlichen Grotten lagerten die Fischer ihr Handwerkszeug wie z.B ihre Netze. Die Malazeni sind vor etwa 15-20 Jahren teils eingestürzt, teils wurden sie dann aus Sicherheitsgründen komplett zerstört und ebenerdig gemacht. Spuren davon sieht man heute noch auf der Felseninsel, wenn man genau hinsieht.

Man kann von der Felseninsel in Cala Fonte auf mehreren Wegen ins Wasser steigen: Es gibt eine fest im Felsen verankerte, hohe Aluminiumleiter. Die meisten springen einfach ins Wasser oder waten im flachen Wasser so weit, bis sie eine gute Tiefe erreicht haben: dies ermöglicht eine recht breite, ein paar Zentimeter unter Wasser liegende Landzunge. Aber Obacht: es handelt sich um Vulkangestein mit vielen kleinen Kratern darin. Man muss daher mit Vorsicht einen Fuß vor den anderen setzen.

Wie erreiche ich Cala Fonte?

Dieser Strand ist sehr einfach zu erreichen und daher auch für ältere Semester und Kinder besser geeignet als andere Strände auf Ponza: Man läuft oder fährt einfach in Le Forna die Straße des Sportplatzes hinunter bis zum Parkplatz. Auch hier kommt man allerdings nicht um das Treppensteigen herum. Die Treppenstufen sind aber gut ausgebaut und mit einem Geländer gesichert.

Der eigentliche Strand, auf einer kleinen Felseninsel gelegen, ist mit einem Obolus erreichbar: die Betreiber bieten eine Art „Shuttleservice“ mit einem Boot, das an einer Seilzugkonstruktion fest zwischen Festland und Felsenstrand hin-und herpendelt. Nur so kann man die kleine Felseninsel der Cala Fonte erreichen, auf der der Hauptteil der Menschen den Tag verbringt.

Hier gibt es auch Sonnenschirme, Liegen und Stühle zum Mieten für den Tag.

Die Beschaffenheit des Felsens in Cala Fonte ist sehr, sehr rauh. Du solltest daher am besten mit Turnschuhen statt Flip-Flops kommen, wenn Du kannst.

Warum sollte ich Cala Fonte besuchen?

Cala Fonte ist mit Sicherheit einer der schönsten Strände auf Ponza, und dies gleich aus mehreren Gründen.

  • Erstens, hier gibt es eine wunderschön dekorierte Strandbar, die garantiert Karibikfeeling aufkommen lässt. Hier kann man abends nach dem Sonnenbad gleich zum Aperitivo übergehen. Auch tagsüber ist sie sehr nützlich: auch wer etwas Handfesteres zum Mittagessen möchte, findet hier zumindest Pizza oder Ciabatta, nebst den üblichen Snacks und Getränken. Ab und an gehen die Betreiber auf dem Strand herum und verteilen frisches Obst zur Erfrischung.
  • Zweitens, hier kann wirklich jeder baden. Es gibt die geschützte Bucht, in der auch kleine Fischerboote ihren Tag verschlummern, wo aber noch genug Platz zum Plantschen für Kinder bleibt. Außerdem ist der Strand wie gesagt sehr leicht für jeden erreichbar.
  • Drittens, das Wasser ist spektakulär! Aber seht selbst auf dem Foto… ein atemberaubender Kontrast aus Felsenschattierungen und smaragdgrünem bis türkisem Wasser.Wasser in Cala Fonte, Ponza
  • Viertens, für Schnorchelfans ist Cala Fonte ideal! Hier gibt es eine erstaunliche Unterwasserwelt zu sehen: Hier ein großes Loch im Boden, dort eine hügelige Unterwasser-Felsenlandschaft, dort hinten ein paar Felsen, auf denen man sogar stehen oder im Wasser sitzen kann. Die Unterwasserlandschaft wird gekrönt von meist unzähligen wunderbaren kleinen und größeren Fischen. Meine Unterwasserkamera hat hier immer etwas zu tun und Cala Fonte ist genau aus diesem Grund mein persönliches Paradies.
  • Fünftens, wenn die Sonne langsam zu sinken beginnt, verwandelt sich das Wasser von Cala Fonte in einen silbernen, glitzernden Teppich. Die Silhouette von Palmarola im Hintergrund hebt sich sehr hübsch aus dem Glitzern des Meeres ab. Cala Fonte ist auch die ideale Lage, um den Sonnenuntergang zu genießen.

Fit und tapfer sollst Du sein, junger Jediritter

Die Insel Ponza mit ihren vielen meist felsigen Stränden, ist unzweifelhaft ein Juwel des Mittelmeers. Das Paradies fordert aber seinen Tribut.

  • Gute Knie (!) und Ausdauer sollte man mitbringen, denn fast alle Strände sind nur über einen relativ langen Abstieg erreichbar. Meist gibt es zwar mittlerweile Treppenstufen, aber die sind oft unregelmäßig und nicht durchgängig. Vielen älteren Semestern auf Ponza sind daher die meisten Strände unerreichbar.
  • Höhenangstgeplagte wie ich benötigen ab und an ein Händchen zum Festhalten. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass sich jede investierte Mühe auf dieser Insel doppelt und dreifach mit malerischen Ausblicken und Kulissen bezahlt macht. Es gibt nur einen Strand, den ich vermutlich nicht mehr von unten sehen werde: Cala Gaetano. Nicht zu empfehlen, wenn auch Du nicht gut mit Höhen umgehen kannst.

Warum man auf einer kleinen Insel Urlaub machen sollte

Eines möchte ich noch vorwegnehmen: eine kleine Insel hat einen unschlagbaren Vorteil für diejenigen, die sich ihren Urlaub nicht ohne Schnorcheln, Tauchen und Schwimmen vorstellen können: sorgt der Wind auf einer Seite Ponzas für zu starken Wellengang oder Qualleninvasionen, reicht es meist aus, einen Strand auf der anderen Inselseite aufzusuchen. Ist das Luxus oder was?

 


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Strandguide Ponza
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