Videospielemuseum gefällig? Das VIGAMUS in Rom!

Eine gute Nachricht vorab: die Videospieleszene wächst, gedeiht und findet immer mehr Anhänger – nicht nur unter den Kindern der 80er! Ein Mekka für alle Generationen von Spielefans ist sicher das Videospielemuseum VIGAMUS in Rom, eines der wenigen Großen in Europa, nebst seinem berliner „Bruder“.

Vigamus Videospielemuseum Rom

Vigamus Videospielemuseum Rom

Informationen zum VIGAMUS

Adresse: Via Sabotino 4, 00195, Roma

Ankunft: Am besten die Metro A nehmen und in Lepanto aussteigen. Von dort sind es noch 800 Meter, die man leicht mit Google Maps & Co. findet.

Eintritt: 8 Euro normal, 5 Euro ermäßigt.

Öffnungszeiten: Von Dienstag – Sonntag, jeweils von 10 bis 20 Uhr.

Das Museum ist übrigens auch eine super Sehenswürdigkeit, wenn man Regen in Rom erwischt und nichts im Freien unternehmen kann.

Geschichte der Videospiele im Zeitraffer

Das VIGAMUS gibt es seit 2012, womit es ein recht neues Museum in der römischen Landschaft bietet. Wer nicht schon Spielenerd ist, der wird sich trotzdem schon beim Eintreten wie einer fühlen: die Räumlichkeiten befinden sich schon fast schmerzhaft nerdtypisch in einem renovierten Keller ohne Fenster. Das frischt doch schon so manch einem die Erinnerung an endlos lange nächtliche Spielesitzungen vor dem guten alten PC wieder auf.

Beim Eintreten findet man sich in einem kleinen Vorraum wieder, der die Eintrittskasse und den Museumsshop beherbergt. Die Artikel im Shop haben uns persönlich etwas enttäuscht, aber da sind die Geschmäcker unterschiedich. Zielgruppe sind im Shop eher die Kinder.

Vom Eingangsraum aus blickt man schon in den langen Flur des Museums, in dem die Geschichte der Videospiele zeitlich recht gut abgebildet ist. An der Wand hängt dazu alles, was man als Zeitzeugen an die Wand hängen kann: Erklärende Schilder, Geschichten, Bilder und Fotos klären den Besucher über die damalige Subkultur auf, die sich in eine prächtige Szene mit weltweit atemberaubenden Umsätzen verwandelt hat.

Pacman Vitrine des Computerspielemuseums

Pacman Vitrine

Im Gang des Videospielemuseums sind Vitrinen aufgestellt, die den technischen Teil der Geschichte veranschaulichen. So manch ein Gerät hatte man selbst noch in seiner Kindheit in der Hand oder auf dem Schreibtisch – was für eine Emotion! Hier ein C64, dort ein Atari, dort das Original legendäre PONG Spiel, da hinten ein alter Gameboy der ersten Generation…

Pong Vitrine im Videospielemuseum

Pong Vitrine im Videospielemuseum

Wenn man Glück hat, kann man wahre Computerpioniere unter den Besuchern entdecken, die den eigenen Enkeln ihre persönlichen Erfahrungen mit den ausgestellten Relikten aus einer anderen Zeit näherbringen.

Der spielbare Teil des Videospielemuseums

Nach dem edukativen Teil kommt der nicht nur für die jüngeren Besucher unterhaltsamere Teil des Museums: das Ende des Flurs, sowie sämtliche Nebenräume scheinen nur ein Ziel zu haben: die Gäste des Museums nicht mehr gehen zu lassen! Wie ein Magnet ziehen sie jeden, der noch zwei Hände und minimales Sehvermögen besitzt, in ihren Bann: SPIELE, SPIELE und nochmals SPIELE, und alle spielbar! Was für ein Paradies.

Für jeden Geschmack ist etwas dabei: Rennwagensimulation im nachgebauten Rennwagencockpit, klassische Arcade Spieleautomaten wie das gefloppte Spiel E.T. (dessen Legende auch im Museum zum Besten gegeben wird), die Klassiker Pacman und Space Invaders und Street Fighter, um nur ein paar der Highlights zu nennen. Vor allem bei den Arcadespielen merkt man schnell: die Frustrationstoleranz der vergangenen Generationen ist nur zu beneiden!

Pacman Spiel im Videospielemuseum

Pacman Spiel im Videospielemuseum

Damit kein wildes Chaos an Spielemusik im Museum entsteht, steht jedes Spiel mit Kopfhörern bereit. Laut wird es trotzdem manchmal, beim Fluchen 😉

Assassins Creed Raum im Videospielemuseum

Assassins Creed Raum

Zuguterletzt kommt das Videospielemuseum VIGAMUS auch in der Gegenwart an. In einem abgedunkelten Raum kann man die Standhaftigkeit des eigenen Magens ausprobieren: willkommen im Oculus Rift Abteil! Es gibt verschiedene Spiele zur Auswahl: vom harmlosen Magierspiel, der einfach nur dasteht und zaubert, bis zur Achterbahnsimulation, die nur für die Standhaftesten unter den Spielern zu empfehlen ist. Um die Oculus auszuprobieren, benötigt man übrigens die Assistenz und Präsenz eines der Museumsangestellten.

Oculus Rift Raum im Videospielemuseum Rom

Oculus Raum

Sonderveranstaltungen im Videospielemuseum

Das VIGAMUS besitzt auch einen großen Saal für die besonderen Anlässe. Ab und an kann man hier an Diskussionen und Präsentationen zu verschiedenen Themen teilnehmen. Letztes Jahr zum Beispiel war ich furchtbar traurig, weil ich das Event von und mit einigen Spieleprogrammierern von Daedalic verpasst hatte.

Auch Liveshows, Contests, Wettkämpfe und vieles mehr zu besonderen Gelegenheiten sind immer mal wieder im Programm.

 

Das VIGAMUS Videospielemuseum in Rom ist allen Spielefans und denen, die es werden wollen, wärmstens empfohlen! Italianisiert.de wünscht BUON GIOCO!


»Warst Du selbst schon im VIGAMUS? Wie hat es Dir gefallen? Teile uns deine Meinung und Erfahrungen mit!«


 

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